Montag, 4. April 2016

Mamas bester Knobi-Nobi!-Dip


Meine Vision von "Mamas bestes..." war immer, Produkte zu entwickeln, die es leicht und einfach machen, sich gesund und lecker zu ernähren! Und das gelingt meistens, mit Produkten, die man frisch zubereitet. Da sind allerdings zwei Haken: erstens hat man nicht immer alle Produkte frisch im (oder am) Haus (wir hatten früher noch einen bewirtschaften Garten mit Stangenbohnen, diversen Gemüsen, Salaten und Kräutern). Zweitens meinen erstaunlich viele Leute, einfach nicht kochen zu können!  Mit meinen Gewürzmischungen und Dips möchte ich da Abhilfe schaffen. 
Mein erster Dip war "Knobi-Nobi!". Während andere wahrscheinlich die Augen zumachen und als Kindheitserinnerungen gold-gelbe, nach braunem Zucker duftende Apfelpfannkuchen haben, sehe ich meinen Onkel Norbert in unserer Küche sitzen, Knoblauch schälend - meine Tante Doris neben ihm, schmeißt ihm lachend Knobizehen ins verwaschene "Fruit of the Loom-T-Shirt". Meine Mama steht am Herd und röstet, dünstet und kocht den Knoblauch - in - und mit allen Facetten! Ich werde von diesem unwiderstehlich-penetrantem Geruch aus meinem Kinderzimmer gelockt und muss nachschauen, ob meine Famillie noch lebt ;-) Meine Tante bewirft mich mit Knoblauch, ich werfe mich auf Onkel Nobis Schoß  und Mama hält mir lachend einen Löffel gerösteten Knoblauch vor das Gesicht! An diesem Abend gab es Grünkernpfanne - mit Knoblauch, Lauch und Schmand! Ich habe es nie wieder so lecker gegessen! Meine Tante hatte gerade den Krebs besiegt und weil Knoblauch (wie Tomaten und Zwiebeln) gut gegen Krebs sind (so wurde es mir immer erzählt und ich glaube bis heute dran!) gab es bei uns kaum ein Essen ohne Knoblauch (Tomaten und Zwiebeln). 

Das Lieblingsbild meiner Tante Doris von Onkel Norbert
 Mit Knobi-Nobi! habe ich versucht einen Dipp zu entwickeln, mit dem man wirklich viel anfangen kann. Und ich glaube, es ist gelungen! Ihr könnt ihn in Jogurt oder Quark (perfekt zur Pell- und Ofenkartoffel) einrühren, für eine Aioli die Mayonnaise damit würzen oder einen leckeren Dipp mit Schmand oder Creme Fraiche daraus herstellen. Er schmeckt toll zu Brot, Rohkost (Möhren- Sellerie-, Gurken-Sticks), Pellkartoffeln, Fisch, Fleisch und gegrilltem Gemüse…
Für ein herrlich frisches Tzatziki reibt ihr Schlangengurke in feine Streifen, drückt das Wasser aus und gebt die Streifen unter den mit Quark oder Jogurt angerührten Knobi-Dip. Evtl. mit einem Spritzer Zitronensaft nachwürzen.   
Auch ein Heringstipp gelingt damit sicher: Aioli mit Jogurt zubereiten, Herings- oder Matjesfilets in feine Streifen schneiden und vorsichtig unter die fertige Aioli heben.  Einen Apfel klein geschnitten dazu - et voi!
Der Dip ist perfekt. Fast. Ich habe wahrlich vieles einfangen können. Nur den Geschmack dieser einen Grünkernpfanne an diesem einen, so unbedeutend-scheinendem Abend habe ich in all meinen Versuchsjahren nie wieder so gefunden! Ich habe gelernt: zu einem perfektem Essen gehört neben einem perfektem Gewürz, ebenso perfekte Mitesser und eine ebenso tolle Atmosphäre! 

Mein Onkel verstarb wenige Jahre später an ALS. Eine fürchterliche Krankheit, gegen die es bis heute keine Heilung gibt.
 Onkel Nobi ist nicht mehr da. Und doch ist er bei mir. Zusammen werden wir eines Tages Knobi-Nobi essen, bis der Dipp uns aus den Ohren heraus kommt! Bis dahin mache ich das alleine - und mit Euch! Einer meiner Lieblingsdipps!
  
Zutaten: Knoblauch, Meersalz (19%), Zwiebeln, Petersilie, Dillspitzen

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